Fragen & Antworten zur Autoreisezuganlage Hamburg-Eidelstedt


Wirken die neuen Schallschutzwände an der Autoreisezuganlage als Reflektor für Lärm, der durch Zugverkehr zwischen die Schallschutzwänden und den Anwohnern entsteht?

Die Schallschutzwände wirken beidseitig schallabsorbierend. So ist sichergestellt, dass es nicht zu Reflektionseffekten kommt.


Was wird gegen den aktuellen Bestandslärm des ICE-Werk getan? Werden aktuell die Grenzwerte eingehalten?

Die Anlage der DB Fernverkehr ist eine planfestgestellte Anlage. Diese bewegt sich innerhalb der gesetzlich geforderten Werte.


Stimmt es, dass die DB plant, die Autoreisezuganlage in einem Wasserschutzgebiet zu errichten?

Die Planung der Autoreisezuganlage berücksichtigt die besonderen Anforderungen des Wasserschutzgebietes und steht den Schutzzielen nicht entgegen.


Warum soll die Autoreisezuganlage neben dem ICE-Werk errichtet werden?

Die DB hat insgesamt sechs Varianten hinsichtlich verschiedener Kriterien miteinander verglichen. Die untersuchten Kriterien waren unteranderem Flächenverfügbarkeit, räumliche Nähe zum Bahnhof Altona, Bahnbetrieb sowie Umweltbelange und Kosten. Nach sorgfältiger Abwägung ist die DB zu dem Ergebnis gelangt, dass die Variante neben dem ICE-Werk die verträglichste Lösung darstellt. Zentrale Vorteile dieses Standortes sind eine einfache Anreise über die Autobahn sowie das Hamburger Straßennetz und die Schonung der Umwelt durch die Errichtung der Autoreisezuganlage auf vorhandenem Betriebsgelände.


Wann wird die Autoreisezuganlage in Betrieb gehen?

Voraussichtlich 2027, gleichzeitig mit der Inbetriebnahme des neuen Fern- und Regionalbahnhofs Hamburg-Altona.


Ist die DB dazu verpflichtet, eine Autoreisezuganlage neu zu errichten?

Die DB betreibt eine Autoreisezuganlage auf dem Bahnhof Hamburg-Altona. Sie darf aus rechtlichen Gründen nicht eingestellt werden und muss deshalb im Zusammenhang mit der geplanten Verlegung des Fern- und Regionalbahnhofs Hamburg-Altona ebenfalls in räumlicher Nähe verlegt werden.


Kann die Elbgaustraße die zusätzlichen Kfz der Autoreisezuganlage verkraften?

Die zu erwartenden Auswirkungen der geplanten Autoreisezuganlage in Eidelstedt auf die Elbgaustraße wurden in einem Gutachten untersucht, das Teil der Planfeststellungsunterlagen ist. Auf der Elbgaustraße verkehren täglich rund 20.000 Kfz. Die zukünftigen zusätzlichen Kfz ergeben sich aus höchstens drei eintreffenden Zügen mit insgesamt maximal 220 Kfz. Für die abfahrenden Züge ergibt sich die gleiche Zahl. Hieraus entsteht ein zusätzlicher maximaler Tagesverkehr von insgesamt 440 Kfz-Fahrten pro Tag. Der Mehrverkehr in den für die Beurteilung maßgeblichen Spitzenstunden liegt bei höchstens 88 Kfz pro Stunde. Die Leistungsfähigkeit der Elbgaustraße wird hierdurch nicht beeinträchtigt.


Zu welchen Zeiten werden die Autoreisezüge fahren?

Die Züge kommen in der Regel morgens zwischen 7 Uhr und 9 Uhr an und fahren in der Regel abends zwischen 19 Uhr und 22 Uhr ab.


Wie viele Fahrzeuge nutzen heute das Angebot?

Im Jahr 2018 wurden auf der Autoreisezuganlage in Hamburg-Altona insgesamt rund 14.000 Fahrzeuge verladen.


Welche Eisenbahnverkehrsunternehmen bieten aktuell Autoreisezüge ab Hamburg an?

Ab 2020 fährt die ÖBB außer im Januar/Februar einen Zug täglich von/nach Hamburg. BTE und Train4you fahren jeweils ein weiteres Zugpaar saisonal und in den Hauptferienzeiten.


Wie ist der aktuelle Planungsstand für die Verladeanlage für Autoreisezüge?

Die Planfeststellungsunterlagen zur Autoreisezuganlage sind am 19.02.2020 beim Eisenbahn-Bundesamt eingereicht worden. Zuvor wurde der Öffentlichkeit im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung das Projekt vorgestellt. Im November 2019 wurden dafür u.a. ein Bürgerinformationsmarkt durchgeführt.


Wie wird die Beteiligung der Öffentlichkeit im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für die Autoreisezuganlage sichergestellt?

Das Anhörungsverfahren findet voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2020 statt. Die Anhörungsbehörde im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens ist die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI). Das BWVI koordiniert die öffentliche Auslegung der Planfeststellungsunterlagen und gibt die Auslegungsorte bekannt. Die Dauer der Auslegung beläuft sich auf einen Monat. Privatpersonen können noch zwei Wochen darüber hinaus ihre Einwendungen und Stellungnahmen beim BWVI einreichen. Für Träger öffentlicher Belang endet die Einwendungsfrist drei Monate nach der öffentlichen Auslegung. Die DB erwidert alle eingegangenen Einwendungen und Stellungnahmen schriftlich. Das BWVI legt den Erörterungstermin fest und lädt dazu ein.


Welche Schallschutzmaßnahmen sind für die neue Autoreisezuganlage vorgesehen?

Die Autoreisezuganlage erhält eine 220 Meter lange Lärmschutzwand mit einer Höhe von 4 Meter.

Das neue Mitarbeiter-Parkdeck wird überdacht und erhält an den Außenwänden Schallschutzelemente.