Der Naturschutz am neuen Fern- und Regionalbahnhof Bahnhof Hamburg-Altona

Die Verlegung des Fern –und Regionalbahnhofs Hamburg-Altona soll aus Sicht der Umwelt besonders schonend durchgeführt werden. Die Deutsche Bahn hat daher verschiedene Schutzmaßnahmen vorgesehen, um negative Auswirkungen auf die Umwelt zu vermeiden oder möglichst gering zu halten. So werden bereits während der Bauzeit unter anderem Schutzmaßnahmen an 20 Bäumen ergriffen, bei denen die Stämme und der Wurzelbereich vor Schäden durch die Baumaßnahme bewahrt werden sollen. Um Vögel und Amphibien während ihrer Brut- oder Wanderzeit nicht zu stören, erfolgt die Räumung von Bauflächen außerhalb dieser Zeit, in der die Tiere besonders viel Ruhe benötigen.

Zusätzlich wird für den Schutz der im Vorhabenbereich befindlichen Amphibien ein Ersatzgewässer geschaffen und ein Zaun um Baustraßen gestellt. Damit kommen dort dann keine Tiere zu Schaden. Zu ihrer Wanderung werden die Tiere dann schonend in Eimern aufgefangen und zweimal täglich durch einen Biologen in ihr neues Zuhause gebracht. Auch nach dem Bau sollen alle negativen Eingriffe in die Natur durch den Bahnhof vermieden, werden. Alles, was durch ein so großes Infrastrukturprojekt nicht vermeidbar ist, wird an anderer Stelle ausgeglichen.

Daher erhält beispielsweise die Lärmschutzwand im Bereich des ehemaligen Posttrogs alle fünf Meter Kleintierdurchlässe im Sockel, um den Amphibien den Zugang zu dem Laichgewässer weiterhin zu ermöglichen. Bauzeitlich genutzte Flächen von insgesamt 66.439 m² versetzt die Bahn anschließend wieder in ihren Ursprungszustand.

Auch die Dächer von Gebäuden werden umfassend begrünt, um die Entwicklung von artenreicher Vegetation wie seltener Magerrasen zu ermöglichen. Die Dachbegrünung dient nebenbei auch zur Drosselung des Regenwasserabflusses und der Verbesserung des Mikroklimas der Gebäude.

Außerdem ist eine Neupflanzung von 121 Bäumen geplant, die den Verlust durch die Baumaßnahme ausgleichen. Weitere Maßnahmen beinhalten die Entwicklung von artenreichem Grünland auf einer Fläche von über 48.000 m²,  5.000  m² Rasen und Trockenrasen und der Pflanzung von niederen Sträuchern und Gehölzen auf ca. 3.700 m². In Gleisnähe und auf Böschungen werden auf rund 8.700 m² Gräser und Wildblumen angesät. Für Brutvögel entstehen Gewässer und Tümpel mit einer Gesamtfläche von ca. 1.750 m².

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Lärm- und Umweltschutz

Grundsätzlich wird sich die Belastung der Anwohner im Bereich des alten Fernbahnhofs durch den Umzug verbessern, da nur noch der S-Bahn-Verkehr betrieben wird. Basis für die Lärmvorsorge am neuen Standort sind die gesetzlichen Bestimmungen des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG). Darin sind Regeln zur Lärmvermeidung bei Neubauten und wesentlichen Veränderungen von Verkehrswegen sowie verbindliche Grenzwerte festgeschrieben. Für ein Planfeststellungsverfahren, wie es ab Mitte des Jahres auch für die Maßnahmen in Hamburg-Altona durchgeführt werden soll, müssen schalltechnische Untersuchungen von einem unabhängigen Gutachter durchgeführt werden. Aus der Höhe der Lärmbelastung und den örtlichen Gegebenheiten werden konkrete Schallschutzmaßnahmen abgeleitet. Den rechtlichen Rahmen für die Umweltschutz-Maßnahmen im Projekt geben

die Vorschriften des Bundesnaturschutzgesetzes und des Umwelt- Leitfadens des Eisenbahn-Bundesamts (EBA) sowie weitere Gesetze und Richtlinien vor. Um sicher zu stellen, dass alle Umweltbelange berücksichtigt werden, wird zu Beginn eines Bauvorhabens eine inhaltlich gesetzlich geregelte und von unabhängigen Gutachtern erstellte Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) erstellt. Aufgabe der UVS ist es, die Auswirkungen eines geplanten Vorhabens auf Menschen, Tiere, Umwelt und Natur umfassend zu ermitteln, zu analysieren und zu bewerten. Auf Basis der Prüfungsergebnisse erarbeitet die Deutsche Bahn einen Landschaftspflegerischen Begleitplan (LBP), der letztendlich die Kompensationsplanung mit  konkreten Maßnahmen zum Ausgleich von Eingriffen beinhaltet.

Schallschutz

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