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Hamburg-Altona erneuert sich. Die Bahn verlegt den Fernverkehrsbahnhof und macht so „die Bahn frei für die große Neue Mitte Altona“.

Der neue Fernverkehrsbahnhof im Bereich Diebsteich wird drei Bahnsteige mit sechs Gleisen für den Fernverkehr haben. Zudem wird ein Bahnsteig mit zwei Gleisen für den S-Bahn-Verkehr errichtet. Ein neues Empfangsgebäude soll entstehen. Der gesamte Bahnhof wird barrierefrei. Hinzu kommen die Erneuerung von zwei Brücken sowie ein Neubau von etwa 25 Kilometern Gleisen, 48 Weichen und eines Stellwerks.

Für das städtebauliche Projekt „Neue Mitte Altona“ werden rund 138.000 Quadratmeter Baufläche frei. Hier können zusätzliche 1.900 Wohnungen errichtet werden, sodass insgesamt 3.600 Wohnungen und 80.000 Quadratmeter Grün- und Freifläche in der „Neuen Mitte Altona“ entstehen. Der vorhandene S-Bahnhof bleibt erhalten, der Fernbahnhof wird an den Standort Diebsteich verlegt.

Die Stadt Hamburg (Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen) hat das Grundstück der Deutschen Bahn zum 30. Juni 2015 für 38,8 Millionen Euro erworben und stellt es bis zur Verlagerung des Fernbahnhofs Hamburg-Altona zur Verfügung. Die Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs am Standort Diebsteich ist Ende 2023 geplant.

Daten und Fakten

Neubau Fernverkehrsbahnhof Diebsteich

  • drei Bahnsteige mit sechs Gleisen für den Fernverkehr
  • ein Bahnsteig mit zwei Gleisen für den S-Bahn-Verkehr
  • Empfangsgebäude
  • barrierefreier Zugang

dabei fallen u. a. an:

  • ca. 200.000 Tonnen Bodenaushub
  • rund 11.300 Holz- und 12.800 Betonschwellen
  • etwa 62.000 Tonnen Altschotter
  • 15.500 lfd. Meter Schienen, damit ca. 1.600 Tonnen Kernschrott


Freisetzung von rund 138.000 Quadratmeter Fläche am bisherigen Bahnhof Altona.

Weitere Neubauten

  • ca. 25 Kilometer Gleise
  • 48 Weichen
  • Elektronisches Stellwerk (ESTW)
  • Tankanlage
  • Abstellanlagen
  • Dienstgebäude DB Netz AG
  • Lagergebäude

Erneuerung von zwei Brückenbauwerken

  • Brücke Plöner Straße
  • Diebsteichtunnel

Rückbauten

  • Eingleisbrücke
  • Postgleisbrücke
  • AKN-Brücke
  • Kreuzungsbauwerk Langenfelde

Erschließung der Baustelle für den Bereich "Kleingartenverein Besthöhe e.V."

Für die Erschließung der Baustelle sind verschiedene Varianten ermittelt, geprüft und abgewogen worden.
Das Ergebnis ist die Entscheidung für die Variante 3. Es hat sich bei der Überprüfung der Varianten ergeben, dass eine Nutzung der Wolffstrasse für die Baustellenzuwegung nicht vermeidbar ist.  In Abstimmung mit den zuständigen Behörden müssen zusätzlich verkehrsleitende bzw. verkehrsbeschränkende Maßnahmen geplant werden. Voraussichtlich wird die Nutzung der Wolffstraße und Försterstraße als Zuführung zur Baustraße in die Kleingartensiedlung Besthöhe/Sandkuhle insgesamt ca. 2 Jahre betragen. Im betroffenen Bereich wird es in der Zeit von August 2018 bis August 2020 zu bauzeitlichen LKW-Verkehren kommen.

Baustellenflächen und Baustraßen


Wegbeschreibung Variante 1

Schnackenburgallee-Nebenstraße-BE-Fläche 13-Gleisquerung (Gleis 97/26)-Baustelle



Wegbeschreibung Variante 2

Lederstraße(unter BAB A7)-Bahnstraße-BE-Fläche 13-Gleisquerung(Gleis 97/26)-Baustelle



Wegbeschreibung Variante 3

Försterweg/Wolffstraße-Baustraße (KEV)-Postgleistrog-Baustelle


Wegbeschreibung Variante 4

Volksparkstraße-Bahnstraße Bhf Lgf.-Querung südliches Gleisvorfeld - Gleis 26-Baustelle



Wegbeschreibung Variante 5

Försterweg/Wolffstraße-Am Ziegelteich-Postgleistrog-Baustelle



Wegbeschreibung Variante 1a

Holstenkamp-Baustraße (Privatgelände)-Baustelle


Wegbeschreibung Variante 1b

Holstenkamp-Gr.Bahnstraße-Haferweg/AKN-Brücke-Postgleistrog (Baustraße)-Kleingartensiedlung


Variante 1

Die Strecke „Schnackenburgallee“ könnte genutzt werden um die BE-Fläche 13 zu erreichen. Eine Wegstrecke über die Gleise 97/26 von der BE-Fläche 13 zur Baustelle „Postgleistrog“ würde jedoch zu erheblichen betrieblichen Einschränkungen führen. Es handelt sich hier um die Hauptzufahrt zum Instandsetzungswerk Langenfelde. Zudem würde diese Variante eine Unterbrechung des Fern-, Regional- und Güterverkehrs in Richtung Flensburg, Kiel und Sylt zur Folge haben.

Variante 1a

Über den „Holstenkamp“ und eine auf einem Privatgelände mit Erddamm zu errichtende Baustraße, zwischen vorhandenen Wohnhäusern hindurch zur Straße „Am Ziegelteich“. Weiter über eine bauzeitlich zu errichtende Eisenbahnbrücke über die S-Bahn zur Baustelle „Postgleistrog“. Diese Variante würde einen Eingriff in den Bestand mit sich bringen. Die Lärmbelästigung wäre sehr hoch. Zusätzlich müssten Fremdflächen in Anspruch genommen werden. Durch die bauzeitliche Rampe als Baustraße wäre der Wasserhaushalt des benachbarten Ziegelteiches sehr stark betroffen.

Variante 1b

Mit der Zufahrt vom „Holstenkamp“ über die „Große Bahnstraße“ zum „Haferweg“ (AKN-Brücke) sind vor der Nutzung als Baustraße größere Erdmassenbewegungen in den Postgleistrog notwendig, um eine Rampe zwischen der Eisenbahnbrücke der  AKN und Eisenbahnbrücke der S-Bahn zu errichten. (Erddamm max. Breite 5,00 m, Fahrbahnbreite 3,50 m). Daraus resultierten extreme Einschränkungen für die Nachbarschaft und die Lärmbelastung wäre sehr hoch. Ergänzend werden zum selben Zeitraum zwei verschiedene Bauphasen ausgeführt (Neubau S-Bahnsteig und Neubau Trogbauwerk Gleis 98). Neben dieser Baustraße würden bereits Vorarbeiten für die endgültige Verfüllung des Postgleistroges anlaufen (Teilrückbau der vorhandenen westlichen Stützwände zwischen EÜ AKN-Brücke und EÜ Krbw S-Bahn). Für diese Zufahrt steht nur ein Zeitfenster von ca. 7-9 Monate zur Verfügung. Zudem müsste ein Einbahnstraßensystem (Einfahrt „Haferweg“, Ausfahrt „Kleingartensiedlung“) errichtet werden.

Variante 2

Über die „Lederstraße“ und unter der BAB A7 auf den „Versorgungsweg der Bahn“ und somit auf die BE-Fläche 13 (Langenfelde). Von dort aus weiter zum „Postgleistrog“. Die Nutzung der Strecke über die Gleise 97/26 von der BE-Fläche 13 zur Baustelle „Postgleistrog“ würde zu erheblichen betrieblichen Einschränkungen führen, da dies die Hauptzufahrt zum Instandsetzungswerk Langenfelde ist. Auch hier wäre eine Unterbrechung des Fern-, Regional- und Güterverkehrs in Richtung Flensburg, Kiel und Sylt unausweichlich.

Variante 3

Von der „Wolffstraße“ bzw. dem „Försterweg“ auf eine anzulegende Baustraße durch den Kleingartenverein (KGV) direkt zur Baustelle „Postgleistrog“. Dabei werden vorrübergehend Flächen aus dem KGV in Anspruch genommen. Ziel ist es selbstverständlich, die Einschränkungen für die Mitglieder des KGV so gering wie möglich zu halten. Vorgesehen ist, die Baustraße als Einbahnstraße mit Ausweichbuchten (evtl. gesteuert über eine Ampelanlage) einzurichten.

Variante 4

Über die „Volksparkstraße“ unter der Eisenbahnbrücke der S-Bahntrasse (eingeschränkte Durchfahrtshöhe < 4,00 m) hindurch, auf die Bahnstraße des Instandsetzungswerkes Langenfelde. Weiter entlang der Betriebshalle, parallel zum südlichen Gleisvorfeld. Dann die Hauptzufahrt zum Instandsetzungswerk (Gleis 26) überquerend direkt in die Baustelle des Postgleistroges. Diese Variante ist aus betrieblichen und Wartungsgründen ausgeschlossen, da an dieser Querung Zugpaare zur Wartung und Reparatur temporär abgestellt werden.

Variante 5

Von der „Wolffstraße“ bzw. dem „Försterweg“  über die Straße „Am Ziegelteich“, durch eine bauzeitliche EÜ der S-Bahn zur Baustelle „Postgleistrog“. Dazu müsste unter dem S-Bahn-Damm temporär ein Tunnel gebaut werden. Neben den oben beschriebenen erheblichen betrieblichen Einschränkungen, entstünden durch den Bau eines Tunnels zusätzliche Belastungen für die Anwohner.

Allgemeine Informationen zu den Baustelleneinrichtungsflächen:

Die Anfahrten der LKWs für den Materialtransport, den Brückenbau und der Entsorgung des Rückbaus erfolgen von der Autobahn A7 (Abfahrt HH-Volkspark). Hierfür werden die BE-Flächen 1, 3 und 13 als Zwischenlagerflächen genutzt. Die Gleisbaumaterialien, die Signaltechnik und die Oberleitungselemente werden überwiegend mit Bauzügen über den Rangierbahnhof Maschen herangefahren und auf den BE-Flächen 1 und 13 zwischengelagert.